Toxische Landschaften und Spuren kolonialer und ökologischer Gewalt in Werken von Allora & Calzadilla, Sandra Gamarra Heshiki und Fabrice Monteiro

Autor: Schulz, Vera-Simone

Veröffentlichungsdatum: 20 Jul 2026 08:55

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URN: urn:nbn:de:bvb:355-kuge-639-2

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Kurzfassung

Der Beitrag diskutiert Arbeiten von Allora & Calzadilla, Fabrice Monteiro und Sandra Gamarra Heshiki und stellt dabei zeitgenössische künstlerische Auseinandersetzungen mit Ökozid ins Zentrum der Analyse. Zugleich tritt ökologische Zerstörung hier nicht als isoliertes Phänomen auf, sondern als eng verwobenes Produkt historischer und struktureller Gewalt. Der Beitrag zeigt, wie die Künstler:innen nicht nur die Spuren extraktivistischer Praktiken in Landschaften und Territorien verhandeln, sondern auch die Rahmen hinterfragen, durch die Natur als Ressource, Landschaft als koloniale Projektionsfläche und das Bild als Herrschaftsinstrument konstruiert wurden. Untersucht wird dabei auch, wie ihre Werke Spuren sichtbar machen, die sich in verseuchten Böden, kolonialen Archiven und musealen Ordnungen eingeschrieben haben, ohne sie in neue Narrative der Kontrolle zu überführen.

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Allora & Calzadilla, Contract (AOC L), 2014, Paris, Galerie Chantal Crousel