„Den Blick feindwärts, in die Ferne, in die Zukunft gerichtet“. Das Gefallenendenkmal Mutter Heimat (1931–1953) von Fritz von Graevenitz
Veröffentlichungsdatum: 14 Aug 2025 07:13
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Kurzfassung
Der Bildhauer, Maler, Autor und Direktor der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, Fritz von Graevenitz (1892–1959), gehört zu den umstrittenen Künstlern des „Dritten Reichs“. Sein Verhältnis zum Nationalsozialismus war widersprüchlich, doch auf der „Gottbegnadeten-Liste“ von Adolf Hitler wurde er als wichtiger und vom Kriegsdienst ausgenommener Künstler geführt. Einige seiner bis heute im öffentlichen Raum stehenden Skulpturen sorgen immer wieder für Kritik, weil das Fehlen einer Kontextualisierung und eines kritischen Kommentars bemängelt wird. Graevenitz war einer der ersten Künstler in der Bundesrepublik Deutschland, denen ein von einer privaten Stiftung getragenes Künstlermuseum eingerichtet wurde (2002). In der ersten Dauerausstellung wurde seine Biografie und sein Werk im „Dritten Reich“ weitgehend ausgeblendet und verdrängt. Für eine lange Zeit stellte diese Phase im Leben des Künstlers in der Rezeption der Nachkriegszeit einen blinden Fleck dar. Das änderte sich erst in den 2000er Jahren, doch die Freiplastiken, insbesondere die Gefallenendenkmäler, sind bis heute ein Stein des Anstoßes. Am Werk Mutter Heimat wird beispielhaft die künstlerische und weltanschauliche Haltung des Künstlers analysiert und gezeigt, wie Graevenitz auf die NS-Kunstauffassung einschwenkte und das Regime unterstützte.
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